2015-0109: GNU Lib C: Eine Schwachstelle ermöglicht die Ausführung beliebigen Programmcodes
Historie:
- Version 1 (2015-01-28 13:02)
- Neues Advisory
- Version 2 (2015-01-29 12:07)
- Citrix, Cisco, Juniper Networks und F5 Networks stellen Informationen zu der Verwundbarkeit ihrer Produkte zur Verfügung, Details finden sich im Abschnitt "Beschreibung". Red Hat veröffentlicht für weitere Produkte Sicherheitsupdates.
- Version 3 (2015-01-30 13:22)
- Cisco hat erste Ergebnisse zu den noch immer stattfindenden Produktüberprüfungen veröffentlicht. Für eine Reihe von Produkten, zu denen u.a. die Cisco Web Security Appliance gehört, kann eine Relevanz der Schwachstelle ausgeschlossen werden. Andere Produkte, wie z.B. die Identity Services Engine, Cisco Prime Infrastructure 2.2 und der Cisco Unified Communications Manager (UCM) 10.0 werden jetzt als verwundbar geführt.
- Version 4 (2015-02-02 11:53)
- Für die Distribution openSUSE 12.3 steht ein Sicherheitsupdate bereit.
- Version 5 (2015-02-19 12:57)
- Für NetIQ Sentinel auf den Plattformen Red Hat Enterprise Linux und SUSE LINUX Enterprise Server 11 steht ein Sicherheitsupdate auf die Version Sentinel 7.3.0.0 zur Verfügung.
Betroffene Software
Entwicklung
Sicherheit
Systemsoftware
Betroffene Plattformen
Hardware
Cisco
Linux
Beschreibung:
Eine Schwachstelle, die bereits seit dem Jahr 2000 in der GNU Lib C existiert, ermöglicht einem entfernten Angreifer die Ausführung von beliebigem Programmcode mit Benutzerrechten.
Die Schwachstelle ist weit verbreitet und aufgrund der Ankündigung der Verbreitung eines Exploits (Schadcodes) als kritisch einzustufen. Vielerorts wird die Schwachstelle unter dem Namen 'GHOST' geführt.
Red Hat stellt für verschiedene Red Hat Enterprise Linux 5, 6 und 7 Produkte Sicherheitsupdates bereit. Canonical behebt die Schwachstelle für die Distributionen Ubuntu 10.04 LTS und Ubuntu 12.04 LTS. Für die Debian Version der glibc, die eglibc, wird die Schwachstelle für die Distributionen Jessie (8.0) und Wheezy (7.7) behoben, wobei für Wheezy noch drei weitere Schwachstellen gefixt werden. Für SUSE Linux Enterprise 11 SP3 stehen für Software Development Kit, Server, Server für VMware und Desktop Sicherheitsupdates bereit, wie auch für SUSE Linux Enterprise Server 11 SP2 LTSS, Server 11 SP1 LTSS und Server 10 SP4 LTSS.
IBM und F5 Networks befinden sich noch in der Analysephase, welche Produkte betroffen sind, haben aber bereits Referenzen bekannt gegeben, über die alle weitere Erkenntnisse publiziert werden.
Update 1: Citrix hat eine Sicherheitsinformation herausgegeben und betont gegenüber Kunden, die Citrix Produkte auf Linux Plattformen betreiben, die Notwendigkeit, die für das Betriebssystem verfügbaren Sicherheitsupdates zeitnah einzuspielen. Citrix NetScaler MPX und VPX sowie alle Windows-basierten Komponenten von XenDesktop und XenApp beinhalten oder benutzen keine der verwundbaren Methoden und sind daher nicht von der Schwachstelle betroffen. Der Citrix XenServer nutzt eine verwundbare Version der glibc, aber bisherige Tests haben nicht zu einer erfolgreichen Ausnutzung der Schwachstelle geführt. Die Analysen bezüglich dieses und anderer Produkte sind allerdings noch nicht abgeschlossen, weitere Erkenntnisse werden auf der referenzierten Webseite veröffentlicht.
Red Hat stellt für die Produkte Red Hat Enterprise Linux Server EUS v.5.9.z, v.6.4.z und v.6.5.z, Server AUS v.6.2, v.6.4 und v.6.5, Long Life Server v.5.6 und v.5.9 sowie Enterprise Linux 4 ELS Sicherheitsupdates bereit.
Cisco hat ein Security Advisory veröffentlicht, hat bisher aber weder Analysen zu verwundbaren noch zu nicht verwundbaren Produkten abgeschlossen. Die referenzierte Webseite wird fortlaufend mit neuen Erkenntnissen aktualisiert.
Juniper Networks informiert darüber, dass Junos OS von der Schwachstelle nicht betroffen ist, da es die GNU Lib C nicht verwendet. Junos Space wurde als betroffen identifiziert, die Analysen zu weiteren Produkten, wie z.B. NetScreen, sind noch nicht abgeschlossen. Alle weiteren Erkenntnisse, sowie Sicherheitsupdates werden über die angegebene Webseite veröffentlicht. Generell empfiehlt Juniper, um die Auswirkungen dieser und anderer Schwachstellen möglichst gering zu halten, Zugriffslisten und Firewall Filter zu nutzen, um den administrativen Zugriff auf Netzwerksysteme nur von vertrauenswürdigen Netzwerken und Hosts zuzulassen.
F5 Networks hat weitere Informationen bereitgestellt und gibt für mehrere Produkte, wie auch für das BIG-IP Protocol Security Module (PSM), bekannt, dass diese eine verwundbare Version der Bibliothek einsetzen und die fragliche Funktion nutzen. Allerdings konnte bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht festgestellt werden, ob die Funktion innerhalb der Produkte auch tatsächlich in irgendeiner Form ausnutzbar ist.
Update 2: Cisco hat erste Ergebnisse zu den noch immer stattfindenden Produktüberprüfungen veröffentlicht. Für eine Reihe von Produkten, zu denen u.a. die Cisco Web Security Appliance gehört, kann eine Relevanz der Schwachstelle ausgeschlossen werden. Andere Produkte, wie z.B. die Identity Services Engine, Cisco Prime Infrastructure 2.2 und der Cisco Unified Communications Manager (UCM) 10.0 werden jetzt als verwundbar geführt.
Update 3: Für die Distribution openSUSE 12.3 steht ein Sicherheitsupdate bereit.
Update 4: Für NetIQ Sentinel auf den Plattformen Red Hat Enterprise Linux und SUSE LINUX Enterprise Server 11 steht ein Sicherheitsupdate auf die Version Sentinel 7.3.0.0 zur Verfügung.
Schwachstellen:
CVE-2015-0235
'GHOST'-Schwachstelle in der glibc erlaubt Ausführen beliebigen Programmcodes
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